Donnerstag, 25. April 2013

Pizza (gluten- und lactosefrei) vom Pizzastein auf dem Gasgrill

So nach längerer Abstinenz gibt es nun wieder neue Blogeinträge. Beginnen werde ich den Sommer mit einer Gluten und Lactosefreien Pizza (ich schreibe auch die Mengen für die normale Pizza dazu) die ich auf einem Pizzastein auf meinem Gasgrill zubereitet habe, eine geniale Erfindung, die Pizza wird besser als bei vielen Italienern.

Zunächst die Zutaten für eine Pizza auf dem Stein:
200 Gramm Mehl (egal ob mit oder ohne Gluten)
ein halbes päckchen Hefe
eine Prise Salz
3 EL Öl
150ml Wasser (normales Mehl) 200-250 ml (glutenfrei)
- der unterschied an Wasser erklärt sich eben durch das Fehlen von Gluten, der Teig wird sonst zu       trocken und brüchig

1 Päckchen Käse (normal oder lactosefrei, je nach bedarf)
Pizzasoße, gibt es fertig zu kaufen, ansonsten kann man auch Tomaten passieren und mit Oregano und    
                 Basilikum, Salz und Pfeffer würzen
Beläge nach Wunsch
Gewürze auch nach Geschmack: Oregano,Basilikum,Salz,Pfeffer,Paprika,Chilli,Thymian oder was auch immer


Die Zutaten
 Zunächst mischt man nun Mehl mit Öl, Hefe und Wasser und verknetet das ganze dann zu einem  festen Teigklumpen, das ganze kann man gerne 4-5 Minuten kneten, auch wenn es schon sehr fest ist, so bleibt der Teig "fluffig" und geht besser auf.
Teig kneten
Danach packt man den Teig in eine eingemehlte Schale (das einmehlen ist wichtig, sonst klebt der Teig an) und lässt ihn unter einem feuchten Handtuch bei Raumtemperatur eine Stunde gehen.
Es gibt noch andere Methoden den Teig gehen zu lassen, etwa im Kühlschrank für 12-24 Stunden oder im Backofen bei 50° für etwa 30 Minuten, ich halte die Raumtemperaturmethode aber für die angenehmste und einfachste.
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Nachdem der Teig nun eine Stunde gegangen legt man ihn auf eine, am besten mit Hartweizengrieß und Mehl bestreute Fläche um ihn nun zu einer Pizza zu formen. Dies macht man am besten mit den Händen indem man den Teig Stück für Stück in Form bringt, mit einem Nudelholz drückt man ihn zu sehr platt, was am ende zu einem harten, trockenen Teig führt. Beim glutenfreien Teig muss man bei diesem Vorgang sehr aufpassen, da dieser anders als der normale Pizzateig nicht sehr fest ist, sprich schnell reißt und klebt. Er fühlt sich eher wie ein Mürbeteig beim Käsekuchen an.
Den Teig vorsichtig Formen
Für alle Besitzer eines Pizzasteins empfiehlt es sich deshalb den Teig direkt auf dem Pizzaschieber zu komplett "auszurollen" und zu belegen, da dies schonmal die Schwierigkeiten die Pizza eben auf den Schieber zu bekommen beseitigt.



Die Pizza auf dem Schieber
Da in unserem Fall die Mehlmenge etwas zu groß geraten war konnten wir noch Spielereien wie Käse im Rand und Pizzabrötchen ausprobieren, in beiden Fällen hatten wir noch Optimierungsbedarf, prinzipiell sind das aber leckere und lustige Ideen gewesen.

Käse im Rand


fertig belegte Pizza

Die Pizzabrötchen habe ich nur mit etwas Käse belegt und dann aufgerollt, haben auf dem Pizzastein etwa 5 Minuten gebraucht bis sie fertig waren.


die gerollten Pizzabrötchen

Und da steht nun mein Grill/Pizzaofen:
mit 3 Brennern heizt man den Ofen auf Maximaltemperatur (liegt etwa bei 280°)

Der Gasgrill


Sobald der Grill samt Pizzastein die gewünschte Temperatur erreicht hat packt man die Pizza drauf und lässt sie etwa 3-5 Minuten Backen.



Zwischendurch immer mal wieder Kontrollieren dass nichts über den Stein hinausragt, das sorgt nur für verbrannten Teig, der weder schmeckt noch besonders gut riecht.





Nach etwa 5 Minuten ist die Pizza dann fertig (Die Zeit bezieht sich auf eine dünne Pizza mit wenig Belag, je dicker die Pizza desto länger die Backzeit) und sieht schon sehr gut aus. Schmecken tut sie auch genauso gut.




Ich hoffe ich hab ein paar Leuten den Pizzastein näher gebracht, man kann den auch im Backofen benutzen, da braucht die Pizza dann halt etwas länger und man muss den Stein vorher etwa 15 Minuten vorheizen. Auf jeden Fall gibt es nichts was dagegen spricht, es ist absolut kein Vergleich zu einer Pizza vom Blech.

Dienstag, 19. März 2013

Schweinenussbraten mit Nudeln und Soße

Mit einiger Verspätung kommt heute ein neues Rezept.
Zutaten:
Schweinenussbraten (etwa 800g glaube ich)
1 Packung Suppengrün
Speisestärke
Öl
Nudeln (wahlweise Bandnudeln, ich mag keine Ei-Nudeln,deshalb habe ich Linguine genommen)
Pfeffer
Salz
Butterschmalz

Die Zutaten
Zunächst bereite ich nun den Bräter vor: zunächst das Suppengrün kleinschneiden und etwas vom  Butterschmalz hinzufügen. Der unterstützt den Bratvorgang und sorgt für eine Bräunung der Soße

der vorbereitete Bräter
Nun widmen wir uns dem Braten. Zunächst reiben wir den Braten mit Pfeffer und Salz ein.



der gewürzte Braten
 Dann wird der Braten in der heißen Pfanne kurz angebraten, um eine schöne Kruste zu bekommen


von jeder Seite kurz anbraten

Der so fertig vorbereitete Braten kommt nun zum Gemüse in den Bräter und wird dann mit ein wenig hinzugefügter Flüssigkeit bei 130°C für etwa 2 Stunden in den Ofen geschoben

Ofenfertig

Nach 2 Stunden sieht der Braten dann so aus:

Das Gemüse aus dem Bräter schütten wir nun mitsamt der gesammelten Flüssigkeit (Bratensaft usw) in einen Topf und lassen es kurz aufkochen. Während das Gemüse aufkocht rühren wir etwas Speisestärke in einem Glas kalten Wassers an (ich habe auf ein 0.2er Glas etwa 3 Löffel genommen)

Das Gemüse aufkochen
Danach wird das ganze durch ein Sieb in einen zweiten Topf passiert

passieren
Die passierte Soße rühren wir nun mit einem Schneebesen durch, lassen sie nochmals aufkochen und fügen dann, je nach gewünschter Dicke der Soße, beliebig viel von der angerührten Speisestärke (auch bekannt als Soßenbinder) hinzu.
Die Soße binden
Nun ist die Vorbereitung abgeschlossen und wir können den Braten aufschneiden.



Und so sieht das ganze dann servierfertig aus:





Als Fazit kann man sagen dass ein Schweinebraten absolut keine Kunst ist, es ist ein einfaches Gericht das relativ wenig Aufwand erfordert. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen und man hat ein Gericht für 2-4 Personen, je nachdem wie dick man die Scheiben schneidet.

Donnerstag, 7. März 2013

Rumpsteak mit Blechkartoffeln

Das heutige Gericht ist, wie der Titel schon sagt, Rumpsteak(medium) mit Blechkartoffeln. 
Dazu benötigen wir:
- 2 Rumpsteaks à 350 Gramm  (ca.)
- Kartoffeln
- Salz,Pfeffer, Öl


Die Zutaten, recht überschaubar

Zunächst bereiten wir die Blechkartoffeln vor, das bedeutet die Kartoffeln zu waschen, halbieren und auf einem eingefetteten Blech zu verteilen. Danach werden die Kartoffelhälften mithilfe eines Backpinsels auch auf der Oberseite mit Öl bestrichen, um ein Austrocknen zu verhinden.

vorbereitete Blechkartoffeln
Die Kartoffeln kommen nun für etwa 40 Minuten in den auf 220° vorgeheizten Backofen (ich habe einen Ober-Unterhitze Ofen, bei Umluft sind es dann 180° schätze ich)


Im nächsten Schritt widmen wir uns dem Rumpsteak. Wir hatten zwei wunderbar zarte Stücke Fleisch (danke an Rewe).

die Steaks
 Der erste Schritt zu einem leckeren, zarten Rumpsteak besteht darin das Fett in kleinen Abständen einzuschneiden (siehe unten) und das Steak zu pfeffern !!!NICHT SALZEN!!!. Das Einschneiden ermöglicht zum einen das leichtere Entfernen der Fettschicht beim Essen, zum anderen ist es sinnvoll das Fett nicht komplett zu entfernen, da Fett bekanntlich ein Geschmacksträger ist.

 Die Steaks kommen nun in die heiße Pfanne und werden von jeder Seite etwa 1 bis 1 1/2 Minuten scharf angebraten
das Fleisch anbraten

Danach auf kleiner Flamme (bei mir 2 von 6) noch etwa 1 bis 1 1/2 Minuten pro Seite braten.

sieht schon lecker aus
Nachdem man das Steak aus der Pfanne genommen hat wird es gesalzen und für etwa 5 Minuten in Alufolie eingewickelt, dies sorgt dafür, dass das Fleisch nochmals durchziehen kann ohne viel Flüssigkeit zu verlieren.

das gesalzene Fleisch in Alufolie einwickeln


Inzwischen sind auch die Blechkartoffeln fertig und können aus dem Ofen genommen werden

die fertigen Blechkartoffeln
Unser Rumpsteak wurde perfekt medium gebraten und hat verdammt lecker geschmeckt.



perfekt Medium, nur Saft und kein Blut

Als Fazit kann man sagen dass Rumpsteak viel leichter ist als ich es mir immer vorgestellt hatte (was nicht zuletz an der tatkräftigen Unterstützung meines besten Freundes lag). Auf jeden Fall lohnt sich das Nachkochen, auch wenn das Fleisch bei guter Qualität etwas teurer ist als ein Schnitzel oder sonstwas.

Samstag, 2. März 2013

Lasagne Bolognese

Ich habe mich als Erstlingswerk meines Blogs für etwas recht einfaches entschieden, eine Lasagne Bolognese.

Benötigte Zutaten:

1,5 Kg gemischtes Hackfleisch
2 Packungen passierte Tomaten
3 Packungen geriebener Käse
1 Packung Lasagnenudelplatten
Butterschmalz/Fett/öl
Mehl
4 Brühwürfel
Milch
Viele Gewürze, je nach Geschmack
2-3 Zwiebeln (je nach Größe)

Hier nochmal alle Zutaten auf einem Foto

Zunächst habe ich nun eine Bolognesesoße gekocht, das bedeutet ich habe die Zwiebeln in kleine Würfel geschnitten und in einem Topf angebraten. Nach kurzer Zeit habe ich dann das Hackfleisch hinzugefügt und so lange gebraten bis nichts rohes mehr vorhanden war. Nun kommen zwischen 1 und 3 Packungen passierte Tomaten dazu, je nachdem wie Tomatig man eine Hackfleischsoße haben möchte und wie "dünnflüssig" sie sein soll. Würzen muss man sie natürlich auch noch. Zum Abschluss kommt bei mir immer noch ein Schuss Milch in die Soße, da sie so meine Meinung nach einfach besser schmeckt und etwas sämiger wird.


Die fertige Bolognesesoße

Nun hat man bereits die fertige Bolognesesoße und kann sich um die Bechamelsoße kümmern. Dazu benötigt man Fett, Mehl und Brühe, genaue Mengenangaben sind hier recht schwierig, das muss man einfach ausprobieren und sehen wie es hinkommt, anhand der Bilder kann man vielleicht erahnen wie viel ich verwendet habe.
Die Brühe war etwas über 1 Liter Wasser und 4 Brühwürfel.
etwas Mehl

etwa 1 Liter Brühe
Nun hat man Mehl und Brühe bereitstehen und kann Butterschmalz einschmelzen, je nachdem wie viel Mehl man hat braucht man natürlich eine größere Menge Schmalz oder Fett (mir war der Butterschmalz ausgegangen, weshalb ich es gemischt habe)


Butterschmalz für Mehlschwitze


Fett schmelzen


Ist das Fett geschmolzen muss man unter stetigem Rühren mit einem Schneebesen das Mehl hinzugeben, dies muss relativ schnell geschehen da es sofort klumpt und anbrennt.
Mehlschwitze


 Um ein anbrennen zu vermeiden muss man nun schnell die Mehlschwitze mit der vorbereiteten Brühe ablöschen, es kann gerne sehr dünnflüssig werden, das reguliert sich nach kurzem Kochen von selbst und wird schnell sehr dickflüssig.
schnell die Brühe hinzufügen

stetig umrühren
 Nun kann man die Soße noch mit Gewürzen verfeinern, es empfiehlt sich immer etwas Muskat hinein zu reiben, ansonsten genügen auch Pfeffer und Salz, je nach Geschmack auch Rosmarin oder Thymian.

und fertig ist die Soße
Der nächste Schritt ist das füllen der Auflaufform, ich habe keine "Schichtlasagne" gemacht sondern eine "Mischlasagne" wenn man es so nennen möchte. Das bedeutet ich habe nicht Hackfleisch-Nudel-Bechamel-Nudel-... gemacht sondern auf jeder ebene die beiden Soßen gemischt, wodurch die einzelnen Schichten dünner und gleichzeitig geschmackvoller wurden.

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Nudelplatten
ist man bei der obersten Schicht angelangt wird das ganze natürlich mit Käse bestreut (ganz oben keine Nudeln mehr drauf tun) und noch gewürzt. Es empfiehlt sich auch den Käse mit Basilikum oder Oregano und etwas Fondor zu bestreuen, das verdelt den Geschmack einfach noch ein bisschen
und der Käse obendrauf
 Die fertig vorbereitete Lasagne kommt nun bei 170-180°C für etwa 40-50 Minuten in den Backofen

Die Lasagne im Ofen
 Nachdem die Lasagne im Ofen fertiggebacken ist sollte man sie noch etwa 15 Minuten ruhen lassen, dadurch setzt sich das ganze etwas und man kann die Stücke komplett aus der Form heben, versucht man sie direkt zu essen verbrennt man sich direkt den Mund und die unterste Schicht bleibt immer in der Form zurück

Lasagne etwas ruhen lassen
und nun heißt es nur noch zu essen und zu genießen :)


angeschnittene Lasagne


schmeckt einfach fantastisch gut

Und als Nachtisch gab es Marzipaneis in Tannenbaumform :D

leckeres Marzipaneis



So das war nun mein erster Blogeintrag, die Lasagne hat jedenfalls fantastisch geschmeckt :) Ich hoffe das Lesen hat Lust auf ein nachkochen gemacht ;) So schwer ist Lasagne nicht, das kann wirklich jeder.